Zigarrendose mit Handgravur Zürich

P1100788Jeder Gravur geht zuerst eine zeichnerische Darstellung voraus. Da poliertes Silber wie ein Spiegel reflektiert, muss eine feine Schicht Deckweiss, verdünnt mit Wasser, auf das Silber aufgetragen werden, welche sich nach dem trocknen hervorragend eignet um darauf zu zeichnen.

P1100793Nach mehreren Stunden ist die Zeichnung fertig gestellt. Jede einzelne gezeichnete Linie wird nun von Hand graviert. Wie ein Künstler der mit Pinsel ein Bild malt, so schaffen wir ein Kunstwerk in Silber mit unseren Werkzeugen.

P1100885Unser Werkzeug, Stichel genannt, wird ebenfalls in Handarbeit präpariert und auf die eigenen Bedürfnisse und Ansprüche des einzelnen Graveurs abgestimmt. Dem Graveur stehen mehrere Dutzend Stichelprofile zur Verfügung. Mit viel Geduld und der richtigen Mischung zwischen Feingefühl und Kraft entsteht Linie um Linie ein Unikat. Obschon die Ursprünge der Gravur in den Höhlen unserer Vorfahren, welche Geschichten zeichnerisch in die Wände gekratzt haben, zu finden sind, hat das heutige Handgravieren nicht viel mit Kratzen zu tun. Die Metalloberfläche wird nicht angekratzt sondern es werden Span um Span einige Zehntelmillimeter aus dem Metall geholt.

P1100804Für die kleinsten aller kleinsten Details wird mit der 10-Fach Lupe gearbeitet. Als Vorlage diente ein alter Stich, von dem die wichtigsten Details abgeschaut wurden.

Kopie von DSC_3451Ist jede Linie graviert, wird das Deckweiss und der Schutzlack entfernt und man sieht zum ersten mal das Werk vor sich. Es wird von allen Seiten betrachtet und was noch nicht zufrieden stellend erscheint, wird ergänzt oder nachgebessert bis die Gravur vollendet ist. Zum Schluss sorgt die Hochglanzpolitur für den letzten Schliff.

Vom ersten Zeichnungsstrich bis zur Politur sind mehr als fünf Dutzend Stunden vergangen. Betrachte ich das vollendete Kunstwerk, katapultiert es mich in längst vergangene Zeiten der Stadt Zürich.

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